
Sie besuchen eine Segelregatta und bekommen vom Ufer aus nichts vom aktuellen Renngeschehen mit? Sie sind leidenschaftlicher Motorsport-Fan und wollen mehr als die Fahrzeuge nur für einen kurzen Moment sehen? Dann werden Sie das System von mSports lieben lernen. Damit können Sie das komplette Renngeschehen mit unterschiedlichen Medien live mitverfolgen und Ihnen entgehen keine rennentscheidenden Szenen mehr. Doch nicht nur sportbegeisterte Zuseher profitieren von diesem System. Auch für die Sportler selbst, die Teams, Veranstalter und Sponsoren eröffnen sich damit völlig neue Perspektiven. Möglich wird das durch ein Zusammenspiel neuartiger, mobiler Technologien und innovativer Studenten des Studiengangs Mobile Computing am FH Campus Hagenberg.
Sportveranstaltungen, die auf einem großflächigen Areal ausgetragen werden, wie z.B. Rallye, Segeln oder Mountainbike stellen neben den Sportlern auch die Veranstalter vor eine große Herausforderung: Zuseher können den Rennverlauf im Normalfall nur über einen sehr kleinen Teil der Strecke direkt und live beobachten. Die beiden sportbegeisterten Hagenberger Studenten René Giretzlehner (Linz) und Christian Kaar (Vorderweißenbach) nahmen sich dieser Herausforderung an und entwickelten ein umfangreiches System, das auf den Namen mSports getauft wurde.
Sportler metergenau am Handy orten
Das System kann die Sportler via GPS (Global Positioning System) metergenau orten und diese Informationen in Echtzeit über das Mobilfunknetz an eigens dafür entwickelte Anwendungen übertragen. Mithilfe der Anwendungen wird es interessierten Zuschauern nun erstmals möglich, den kompletten Rennverlauf in einer ansprechenden 2D-Darstellung live und multimedial aufbereitet am eigenen Handy, auf Großprojektionen am Veranstaltungsgelände und über den Web-Browser zu verfolgen und interessante Zusatzdaten abzurufen.
Zukunft: Auch Herzfrequenz übertragen
Das mSports-System bietet aber auch für die Sportler bzw. deren Trainer neue Möglichkeiten, etwa in der Analyse eines Rennens. In Zukunft sollen neben den Positionsdaten auch physiologische Parameter des Sportlers, wie z.B. die Herzfrequenz gemessen und in die Analyse einbezogen werden können. Ein wesentlicher Aspekt des Systems ist überdies die Erhöhung der Sicherheit der Sportler: Unfälle können erkannt und die beteiligten Fahrer unmittelbar auch auf langen, unübersichtlichen Strecken lokalisiert werden. Somit ist eine rasche Hilfeleistung möglich.
Weichen für Unternehmensgründung der erfolgreichen Studenten sind gelegt
Dem hohen Innovationsgrad und Marktpotential des Systems wurde mit der Aufnahme
des Projektes in das tech2b-Programm Rechnung getragen. Mithilfe von tech2b, sowie der Unterstützung des Studiengangs Mobile Computing sollen bis Ende des Jahres die Weichen für die Gründung eines eigenen Unternehmens gelegt werden.
Erfolgreich eingesetzt wurde das mSports-System bereits bei den World Sailing Games am Neusiedlersee, im Rahmen der Drift Challenge im März 2008 in Perg, sowie bei der Mühlviertel Rallye im Juli 2008. Weitere Informationen zu mSports sind auf der Webseite www.msports.at zu finden.