Die digitale Skikarte für unterwegs
Aufgeweichte, zerknitterte und unleserliche Skigebietskarten, die durch dicke Handschuhe und enge Jackentaschen nicht unbedingt an Qualität gewinnen, gehören ab Heute der Vergangenheit an. Jedenfalls wenn es nach dem Willen einiger Studenten des Studiengangs Mobile Computing der FH Oberösterreich am Standort Hagenberg geht. Denn mit dem „Mount Map“-System (MtMap) haben Sie im Rahmen ihres Studiums den Pisten-Begleiter der Zukunft entwickelt. Basierend auf speziell aufbereiteten digitalen Höhendaten des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen (BEV) eröffnet sich dem Anwender eine interaktive und multimediale 3D-Welt des Skigebietes und das alles auf einem handelsüblichen Handy.

Der Anwender findet sich in einer virtuellen Realität wieder in der die Skilifte, Pistenverläufe inkl. deren Schwierigkeitsgrad, Skihütten und so genannten Points of Interest wie Gipfelkreuze oder andere touristische attraktive Plätze detailgetreu wiedergegeben werden. Dies alles nicht statisch, sondern der Anwender hat die Möglichkeit, ausgehend von seiner tatsächlichen Position (mittels GPS), das 3D-Modell zu betrachten oder sich einfach auf einen virtuellen Rundgang durch das Skigebiet zu begeben. So kann er vorab seine Route durch unübersichtliches Gelände planen oder bei schlechter Sicht die Orientierung in den weitläufigen Skischaukeln wieder finden. Die Anwendung selbst ist mit allen Daten auf dem Gerät vorinstalliert, wobei die Daten auch „on the fly“ mittels GPRS oder UMTS nachgeladen werden können.
Ein weiteres Feature, welches in der nächsten Version geplant ist, ist die Integration einer so genannten Friend-Finder-Funktion. Diese ermöglicht es Freunde oder Bekannte in Echtzeit in die 3D-Darstellung zu integrieren. So kann man in der 3D-Welt verfolgen wie die eigene Familie den Berg hinunterfegt oder spielend leicht eine Verabredung auf der Piste organisieren. Nur einen Treffpunkt auf einer Karte markieren und diese Information an alle anderen verteilen und schon steht einer zünftigen gemeinsamen Jause nichts mehr im Weg. Dank ihre flexiblen und modularen Struktur ist die Anwendung auch für weitere Aufgaben wie mobile payment, Zutrittsysteme etc. mit denen sich die Student(inn)en des Studiengang Mobile Computing beschäftigen bestens gerüstet und man darf zurecht auf die nächste Version von MtMap gespannt sein.