Das Handy ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber gerade ältere Menschen finden sich mit der High-Tech-Massenware oftmals nicht zurecht. Emporia Telecom entwickelt Handys, die speziell auf die Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet sind. Gemeinsam mit Forschern des Studiengangs Mobile Computing arbeitet der Marktführer an der Entwicklung neuer, höchst innovativer Modelle.

Die wachsende Gruppe der älteren Bevölkerung hat zum Teil völlig andere Bedürfnisse und Ansprüche als die gängigen Zielgruppen wie etwa Jugendliche. Mangelnde Beweglichkeit, schlechteres Hör- und Sehvermögen wie auch Krankheiten führen zur Einschränkung der Lebensqualität. Dabei können technische Lebenshilfen und Informations- und Kommunikationstechnologien den Alltag wesentlich erleichtern. So zeichnen sich Seniorenhandys der Firma Emporia durch ihre Handlichkeit, große Displays, große Tasten und einfache Menüführung aus. Im Fall eines Sturzes oder Desorientierung steht durch einen Notfallknopf Hilfe unkompliziert zur Verfügung.

4 Forscher aus dem FH OÖ-Studiengang „Mobile Computing“ arbeiten im Rahmen eines für 3 Jahre angesetzten Kooperationsprojektes an der Weiterentwicklung bestehender Technologien. Ziel sind Handys, die nicht nur telefonieren sondern auch Messungen von z.B. Blutdruck, Blutzucker, Gewicht, etc. durchführen können. Dazu bauen die Forscher auf eine intensive Zusammenarbeit zwischen technischer Innovation und sozial- bzw. wirtschaftswissenschaftlicher Forschung. FH OÖ-Studiengangsleiter DI Dr. Christoph Schaffer weist auf die zukünftige Funktion des Seniorenhandys hin: „Es wird an der Schnittstelle zwischen Mensch und medizinischen Applikationen angesiedelt werden“.
Hauptaugenmerk in der Entwicklung liegt auf der Bedienerfreundlichkeit der Geräte. Eine zu komplexe Menüführung sowie viel zu kleine Tasten machen übliche Mobiltelefone für die Zielgruppe Senioren unbrauchbar. Dazu ist es notwendig, sich bei der Entwicklung von gängigen Denkmustern zu lösen.

Darüber hinaus ist auch die Schaffung einer zentralen Datenbank angedacht. So soll es für berechtigte Personen möglich sein, gemessene Vitaldaten wie Blutdruck per Datenlink via GPRS oder UMTS upzuloaden. Dadurch können Altenbetreuer in ihrer Arbeit unterstützt werden.

Emporia Telecom investiert in die Zusammenarbeit mit der FH OÖ etwa 1 Million Euro. Über diese Kooperation soll der Forschungsschwerpunkt, der sich derzeit in China befindet, Schritt für Schritt nach Österreich geholt werden. Ein Vorhaben, von dem sich Emporia nicht nur kürzere Entwicklungszyklen sondern auch eine höhere Produktqualität verspricht.
Das Forschungsprojekt wird von der österr. Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützt.