„Spieglein, Spieglein an der Wand: Wer ist der beste Snowboarder im ganzen Land?“ Eine Frage, die sich der eine oder andere ambitionierte Snowboarder schon gestellt hat. Der Spiegel wird es nicht beantworten können, aber eine mobile Anwendung aus Hagenberg hilft da wesentlich weiter.

Stefan Damm und Benjamin Gmeiner, beides Studierende des Studiengangs Mobile Computing am Campus Hagenberg,  verwenden neuartige Beschleunigungssensoren um vielfältige Statistiken (Stürze, Sprünge etc.) über die Abfahrt mit dem Snowboard ermitteln zu können. Da diese Beschleunigungssensoren zunehmend in immer mehr Handys verfügbar sind, fallen keine kostspieligen Investitionen an. Die Anwendung „gBoarder“ auf das Handy laden und los geht’s. Für diese Idee erhielten die beiden Studierenden eine Jury-Auszeichnung beim Multimedia & e-Business-Staatspreis.

Ein entscheidender Grund hierfür war sicherlich, dass die mobile Anwendung  so einfach zu bedienen ist. Das Mobiltelefon wird vor der Abfahrt aktiviert und in die Jacke eingesteckt. Am Ziel angekommen, präsentiert das Programm die Anzahl der Stürze sowie die längsten Sprünge. Diese Ergebnisse können von befreundeten Snowboardern einfach verglichen werden – und schon sind Diskussionen über das Snowboard-Talent mit unbestechlichen Fakten unterlegt. So sieht es auch die hochkarätig besetzte Gala des Multimedia & e-Business-Staatspreises 2007: „Hervorzuheben ist dabei die kreative und zielgruppenorientierte Nutzung der erfassten Beschleunigungsdaten als Basis für einen neuen Kommunikationsdienst […].“

Die beiden Studierenden, die das Projekt umgesetzt haben, sind dementsprechend stolz auf ihr erreichtes Ergebnis. Es steckt noch viel Potential in „gBoarder“, das geweckt werden will – falls die Studierenden im Master-Studium am Campus Hagenberg nicht schon lange an den nächsten Ideen knobeln.